Häufig gestellte Fragen

Was ist Tanztherapie?

Tanztherapie ist eine körperorientierte, therapeutische Methode, die uns Menschen ermöglicht in ehrlichen Kontakt mit uns selber und mit unseren Mitmenschen zu kommen. Diese Methode hilft uns wieder an seelische Anteile anzuknüpfen, die wir verdrängt und vergessen haben. An die dunklen aber auch an die kraftvollen Seiten unserer Seele, die sich im Tanz verkörpern und die im Tanz wieder gefühlt, empfunden und erinnert werden können.

Tanztherapie hilft uns durch die Integration unserer Schattenseiten, wieder mehr Lebendigkeit, Lebensfreude, Leichtigkeit  aber auch Tiefe in unseren Lebensalltag einzuladen. Die vielfältigen Möglichkeiten wieder zu entdecken, die in uns schlummern, oft im Verborgenen, oder in innerer Unzufriedenheit erlebt, können durch die kreative Möglichkeit der Bewegung und des Tanzes wieder frei werden. Der Tanz war in der Geschichte der Menschheit und ist bis heute immer noch eine dieser wunderbaren Künste, die jedem Menschen eigen ist. Eine Ausdrucksmöglichkeit, die so unmittelbar über den Körper unsere Seele anspricht und deren unerschöpfliches Potential freilegen kann.

Deshalb nutzen wir die heilsame Wirkung des Tanzes in unserer therapeutischen Arbeit und geben dieses Wissen in den Tanz- und Ausdrucktherapeutischen Ausbildungen weiter.

Grundlagen der Gestalttherapie, der humanistischen Psychotherapie, der systemischen Therapie, transpersonale Aspekte und viele praktische und am Erleben orientierte Übungen runden unsere Ausbildung ab.

Was unterscheidet uns von anderen Ausbildungsinstituten?

Jedes Institut hat seine eigene Geschichte und entwickelt sich in seiner speziellen Art und Weise.

Unser Ausbildungsangebot richtet sich an Menschen, die ihr eigenes Erleben, Ihr Fühlen, Ihr Empfinden als Grundlage des Lernens verstehen. In unserer Basisausbildung vertiefen wir die Fähigkeit des Einzelnen, seinem inneren und äußeren Bewegungsfluss zu folgen und diesem zu vertrauen. Auch wenn wir manchmal überrascht sind von dem was sich in uns öffnet, von den Gefühlen, den Stimmungen, den Gedanken dazu, den Bildern und den Erinnerungen, üben wir uns in der Präsenz des Augenblicks und halten Kontakt mit dem, was uns in der Seele begegnet. Wir öffnen uns für diese seelische Bewegung und geben uns ihr ganz hin. Sehr oft dürfen wir dann erfahren, dass diese Bewegung uns in einen heilsamen Raum bringt, in eine Lösung für unsere Ängste und unsere Sorgen, die wir auf der Verstandesebene nicht für möglich gehalten hätten. Daraus wächst dann ein Selbstvertrauen, was ganz tief an unseren menschlichen Kern rührt .Frei ist von Konzepten, Selbstbildern und anderen Konstruktionen des menschlichen Verstandes, und uns hilft im eigentlichen Sinne Mensch zu werden und unser ursprüngliches Potential zu entfalten. Diese innerseelische Bewegung äußert sich im Tanz, in der Bewegung und im Ausdruck und verbindet uns mit dem großen Ganzen und  mit der großen Seele. Mit dieser Grundlage und vielen praktischen, tanztherapeutischen  Übungen und Erfahrungen gehen wir weiter, um in unserer Aufbauausbildungen gezielt die therapeutische Arbeit mit Gruppen und Klienten zu erlernen. Viele verschiedene Theorie und Praxisseminare helfen uns den Platz als Tanztherapeut/in einzunehmen. Mit Hilfe von Bewegungsdiagnostik, Arbeit mit Träumen, Lebenspanorama, Einzelarbeit in der TT, Supervision, Trauma Arbeit, Psychopathologie und Methoden und Techniken der Gruppenleitung üben wir uns, Sicherheit in den therapeutischen Grundlagen und Methoden zu gewinnen.

Wir verlassen auch in der therapeutischen Position unseren inneren menschlichsten Kern nicht. Wir befreien uns von den vielen Bildern und Selbstbildern, die wir vom Therapeut/in sein im Laufe unseres Lebens gewonnen haben. Wir finden unsere eigene Spur, im großen Vertrauen, dass unsere Seele und die Seele unseres Klienten die Lösung finden wird. Die Kompetenz unserer Klienten liegt uns am Herzen. Die erlernten Techniken sind hilfreich aber nicht das Ziel unserer Ausbildung. Die therapeutische Haltung und die innere Öffnung für die feine Bewegung unserer Seele sind und bleiben auch in der Aufbauausbildung unser wertvollstes, therapeutisches Handwerkszeug.

Wer kann teilnehmen? 

Unser Ausbildungskonzept hat den Vorteil, dass wir in der Basisausbildung die tanztherapeutischen Grundlagen und Übungen am eigenen Leib erleben. Die Basisausbildung ist für alle Menschen offen, die sich für Tanz und Therapie interessieren. Für Menschen, die gerne tanzen und sich für seelische Prozesse öffnen wollen. Wir tanzen, reflektieren unser seelisches Erleben, erforschen die Bewegung und erst im letzten Drittel der Basisausbildung finden wir in die Anfänge der therapeutischen Begleitung hinein. Mit dieser guten Grundlage entscheiden wir uns dann für die Aufbauausbildung, die gekennzeichnet ist vom Erlernen des therapeutischen Begleitens. Theorie und Praxisseminar führen uns ins tanztherapeutische Arbeiten hinein.

Durch diese Konzeption können Menschen teilnehmen, die bereits im sozialen Berufsfeld tätig sind, aber auch Menschen, die sich ein neues Berufsfeld erarbeiten möchten, sind willkommen. Daraus kann sich dann ohne Druck und mit der entsprechenden Erfahrung und Sicherheit das Praktikum und die Berufspraxis entwickeln.

Was kann man mit der Ausbildung beruflich machen?

Das unerschöpfliche Potential welches in den kreativen Therapien liegt, und dazu gehört die Tanztherapie, ist für viele Zielgruppen und für viele Arbeitsfelder einsetzbar.

So arbeiten Tanz- und Ausdruckstherapeuten überall dort, wo wir Erfahrungen sammeln, die über die Sprache hinausgehen. Mit psychosomatisch erkrankten Menschen, mit Krebskranken, Rheumakranken, Drogen- und Alkoholabhängigen Menschen, körperlich, geistig und psychisch behinderten Menschen.

Für  Menschen aller Altersstufen kann diese Therapieform zum Einsatz kommen.

Aber auch im Bereich der Erwachsenenbildung und in der Prävention, im Kindergarten und in der Schule/Förderschule, im Altenheim finden wir ein umfangreiches Betätigungsfeld.

Wir entscheiden während oder mit Abschluss der Basisausbildung wo wir unsere berufliche Tätigkeit ausüben wollen. Viele unserer TeilnehmerInnen  finden mit Hilfe von hoher Motivation, Begeisterung und Liebe zur tanztherapeutischen Arbeit, kreative Arbeitsfelder, die bereits bestehen, bzw. die sie neu gestalten. Voraussetzung hierfür ist das eigene Engagement.

Manche unserer AusbildungsteilnehmerInnen wollen sich selbständig machen um tanztherapeutisch zu arbeiten , dann empfehlen wir zur rechtlichen Absicherung den HP/Psychotherapie anzuschließen.

Somit ist vom Gesetzgeber her, das selbständige, therapeutische Arbeiten offiziell erlaubt. Wir bieten den HP/Psychotherapie in einem Crash-Kurs an, und die meisten der Teilnehmer bestehen in unserem Institut die Prüfung vor dem Gesundheitsamt.

Menschen, die mehr in der Erwachsenenbildung , in Kliniken oder im bereits bestehenden Berufsfeld tanztherapeutisch tätig sein wollen, brauchen sich vor dem Gesetzgeber nicht mit dem HP/Psychotherapie abzusichern.

Was kann man mit der Ausbildung persönlich machen?

Es gibt häufig Menschen, die sich zu Beginn der Ausbildung bzw. während der Entscheidungsphase fragen, ob sie überhaupt tanztherapeutisch arbeiten wollen, ob sie dies überhaupt können.

Andere bemerken zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens, dass im eigenen Leben etwas zu kurz gekommen ist und eine Innere Unzufriedenheit sich in ihrem Alltag ausbreitet. Sie wünschen sich mehr Lebendigkeit, mehr Leichtigkeit, mehr Gelassenheit für die Herausforderung des persönlichen und des beruflichen Lebens. Auch für diejenigen von uns, die in dieser Unentschiedenheit sind, bietet unser Konzept die notwendige Freiheit der Entscheidung. In der Basisausbildung sind wir in einem intensiven Selbsterfahrungsprozess, der unsere Ressourcen und unser menschliches Potential anspricht. Sehr oft werden wir offener für unsere Leibbewegung, unsere seelischen Bedürfnisse, unsere Grenzen und werden mutiger diese zu formulieren. Wir werden lebendiger!

Während dieses Prozesses entscheidet sich dann häufig, ob jemand die Basis- Ausbildung für seinen persönlichen Prozess nutzen will, oder die vielen wunderbaren Erfahrungen in sein Berufsfeld einfließen lassen möchte. Wir beobachten mit Freude, dass Menschen, die sich tief auf ihr seelisches Erleben eingelassen haben, mit Mut, Kraft und Zutrauen die Herausforderungen der Aufbauausbildung annehmen können. Ihr Selbstvertrauen ist gewachsen. Mit diesem Zuwachs an Vertrauen in sich Selbst und ins Leben, gewinnen wir menschliche Reife hinzu.

Wie wird gelernt?

Lernen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Lernen ist ein Erlebnis und soll in unserem Institut Freude machen. Wir sprechen den lernenden Körper an, den Leib, der wissend und weise ist. In diese Kompetenz setzen wir unser therapeutisches Vertrauen und lassen uns von diesem Ort aus, in der Arbeit mit Gruppen und mit Einzelnen, inspirieren und führen. Mit dieser Grundlage ergänzen wir über Theorie, Theorie und Praxisseminare, Unterstützungsgruppen und Literaturstudium unsere tanztherapeutische Kompetenz.

 

Wege zur persönlichen und beruflichen Entfaltung ... | Wendepunkt | Zentrum für Tanz & Therapie | Tel: 07522/909426 | info@die-tanztherapie.de
Heilwerden.

Beim Heilwerden geht es darum, unsere Herzen zu öffnen, nicht sie zu verschließen.
Es geht darum, die Stellen in uns, die die Liebe nicht einlassen wollen, weich zu machen.
Heilung ist ein Prozess.
Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her zwischen dem Schweren der Vergangenheit und der Fülle der Gegenwart und bleiben immer öfter in der Gegenwart.
Es ist das Schaukeln, das die Heilung bewirkt, nicht das Stehenbleiben an einer der beiden Stellen.
Der Sinn des Heilwerdens ist nicht, für immer glücklich zu werden: Das ist unmöglich!
Der Sinn der Heilung ist, wach zu sein und sein Leben zu leben und nicht bei lebendigem Leibe zu sterben.
Heilung hängt damit zusammen, gleichzeitig ganz und gebrochen zu sein.